Kostenerstattung


Über das Kostenerstattungsverfahren haben Sie als  gesetzlich Versicherter die Möglichkeit, eine Psychotherapie über Ihre gesetzliche Krankenkasse abzurechnen, auch  wenn Ihr Psychotherapeut eine Privatpraxis betreibt und über keine Kassenzulassung verfüg wie ein sogenannter Vertragspsychotherapeut.

 

Im Folgenden möchte ich Ihnen dieses Verfahren und die Antragstellung näher erläutern.

 

Was ist das Kostenerstattungsverfahren?

 

Im Kern geht es bei dem Kostenerstattungsverfahren darum, dass die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet sind Ihnen in einem zumutbaren Zeitraum eine Psychotherapie zu ermöglichen. Sollte dies aufgrund langer Wartezeiten bei einem Vertragspsychotherapeuten nicht möglich sein, so können Sie auch zu einem Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung gehen. Voraussetzung hierfür ist, dass er über die gleichen Qualifikationen verfügt wie ein Vertragspsychotherapeut (Approbation zum Psychotherapeuten).

Ihre gesetzliche Krankenkasse ist dann nach § 13 Abs.3 SGB V verpflichtet Ihnen die Kosten für Ihre Therapie zu erstatten.

Als unzumutbar gelten in der Regel Wartezeiten von mehr als 3 Monaten.

 

Wie läuft die Antragstellung ab?

 

Wichtig ist, dass Sie Ihre Krankenkasse von Anfang an darüber informieren, dass Sie eine Psychotherapie in einer Privatpraxis absolvieren wollen.

Denn Ihre Krankenkasse muss die Möglichkeit haben zu prüfen, ob diese „unaufschiebbare Leistung“ einer Psychotherapie, tatsächlich im Moment nicht von einem Vertragspsychotherapeuten zur Verfügung gestellt werden kann. Daher wird der Psychotherapeut einer Privatpraxis Ihnen empfehlen den Antrag so schnell wie möglich zu stellen und die Behandlung erst nach Genehmigung durch Ihre Krankenkasse aufzunehmen.

 

Voraussetzungen für die Behandlung sind:

 

Eine Bescheinigung von einem in der gesetzlichen Krankenkasse zugelassenen Behandler (z.B. Ihrem Hausarzt) dass eine Behandlung dringend notwendig ist (Notwendigkeitsbescheinigung)

 

Den Nachweis, dass Sie keinen Termin in einem zumutbaren Zeitraum bei einem zugelassenen Psychotherapeuten bekommen.

Als Nachweis genügt den meisten Krankenkassen ein Protokoll der geführten Telefongespräche mit 3-5 Psychotherapeuten.

(Name, Anschrift, Datum und Uhrzeit des Gesprächs und Ergebnis Ihrer Anfrage)

 

Die Bescheinigung des Psychotherapeuten der Privatpraxis, dass er Ihnen umgehend einen Therapieplatz anbieten kann.

 

Diese Unterlage müssen Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Oft werden nur die ersten 5 Gespräche, die sogenannten probatorischen Sitzungen, bewilligt.

Nach deren Abschluss muss dann die eigentliche Therapie beantragt werden.

 

Hier finden Sie eine hilfreiche Bröschüre zur Thematik von der Bundespsychotherapeutenkammer.

 

Gerne helfe ich Ihnen bei der Antragstellung. Kontaktieren Sie mich.

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